Das Ringwaage - Messprinzip

Bild 1:
Ein knapp zur Hälfte mit Öl gefüllter, drehbar gelagerter Hohlring ist durch eine Trennwand T in zwei Kammern geteilt, die über hochflexible Schläuche S mit Unter- bzw. Überdruck beaufschlagt werden.

Die Wirkung der Druckdifferenz auf die Trennwand dreht den Ringkörper so weit, bis sich ein Kräftegleichgewicht mit dem Gegengewicht G einstellt.

Je nach Anschlussbelegung kann eine Ringwaage zur Messung von Druck (linker Anschluss), Unterdruck (rechter Anschluss) und Differenzdruck (beide Anschlüsse) verwendet werden.



Die Ringwaage - Formel

Bild 2:
In der nebenstehenden "Ringwaage-Gleichung" bedeuten

pDifferenzdruck [Pa]
sSchwerpunkt-Abstand von G [m]
rmittlerer Ring-Radius [m]
AFläche der Trennwand T [m²]
GGewichtskraft [N]

In der Gleichung kommen weder die Menge, noch die Dichte (spez. Gewicht) der Füllflüssigkeit vor. Daraus folgt:

Menge und Dichte der Füllflüssigkeit haben keinen Einfluss auf die Messung.

Langzeitgenauigkeit
Die Kalibrierung wird ausschließlich von dem Gegengewicht G bestimmt, und im Unterschied zu Messfedern, Membranen usw. kann ein Gewicht nicht altern oder überdehnt werden.

Die "ideale" Füllflüssigkeit
Obwohl weder die Menge, noch die Dichte in die Messungen eingehen, sollte das "ideale" Öl bestimmte Anforderungen erfüllen:
Dünnflüssig, verdunstungsfrei, nicht chemisch aggressiv, und, zur Erhöhung der Überlastbarkeit, möglichst schwer. Wir verwenden folgende Öle:

Mineral Öl,
Dichte 0,8 kg/l, für Bereiche bis 700 Pa

Synth. Öl,
Dichte 1,9 kg/l, für Bereiche über 700 Pa (bis 1,8 kPa)

Das für den jeweiligen Messbereich passende Öl wird werkseitig eingefüllt.






Die Ringwaage - Formel